Bergantennen

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Herzogstand (Bayern) und Malabar (Java) 1920-1927



Beschreibung

Die Bergantenne gehört zu größten Antennenbauten der letzten 100 Jahre. Sie ist heute noch vereínzelt im Betrieb.

In den Anfängen der Technik der drahtlosen Telegraphie und Telephonie wurde versucht, für optimale Aussendung von Signalen optimale Antennenformen zu finden.
Einige Vorschläge wurden durch Testaufbauten als geeignet erkannt, andere weniger. Anfang der Zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts verfolgten einige wenige Gesellschaften den Ansatz einer in einem Tal aufgehängten, über viele hunderte Meter, ja Kilometer gehende Antennengebilde zu errichten, um ihren Weltverkehr auf Längstwelle bestmöglich durchzuführen. Die Idee einer solchen riesigen Antenne war, durch einen bestimmten Winkel, der durch das ausgesuchte Tal vorgegeben war, in eine bestimmte geographische Richtung die Signale auszusenden bzw. Ausstrahlungen anderer Sendeanlagen oder gar einer ganz bestimmten Gegenstation aufzunehmen. Auch war die Schräge der Tallage für eine möglichst günstige Aussendung der Signale von großer Bedeutung. Längstwellen wandern im Wesentlichen entlang der Erdkrümmung und haben dadurch eine sehr große Reichweite, wozu allerdings großflächige bzw. lange Antennen und auch eine sehr große Sendeleistung nötig sind.

Neben den beiden in diesem Buch beschriebenen Anlagen, Herzogstand am Kochelsee, Bayern, und Malabar auf Java, wurden ähnliche Sendeantennen nach dem Zweiten Weltkrieg für drei Sender des Omega-Navigationsverfahrens (in Aldra, auf Hawaii und Trinidad), für den Längstwellensender JXN bei Aldra, für die Jim Creek Naval Radio Station und für den Längstwellensender ICV auf Tavolara errichtet.