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Innerhalb des Rahmenprogramms bieten wir Ihnen zum FUNK.TAG in Kassel untenstehendes Vortragsprogramm an. Die Vorträge finden in den Räumen 1–3 statt. Diese erreichen Sie über das Treppenhaus im Eingangsfoyer der Messe.

Raum 1:

10–11.30 Uhr: DOK-Börse, Karsten Radwan, DL2ABM: Um 10 Uhr beginnt DL2ABM eine UKW-DOK-Börse. Die Leitstation empfängt Teilnehmer im Raum 1. Startfrequenz ist 145,425 MHz. Weitere Bänder sind 70 cm und 23 cm.

12–13.30 Uhr: Märchen und Fakten aus dem Antennenwald, Martin Steyer, DK7ZB: Hartnäckig halten sich unklare und teilweise oder ganz falsche Vorstellungen über Antennen. In lockerer Reihenfolge sollen aus verschiedenen Bereichen Beispiele analysiert und gerade gerückt werden. Der Vortrag richtet sich nicht nur an Newcomer, sondern kann auch dem einen oder anderen gestandenen Funkamateur einen vielleicht neuen Blickwinkel auf bekannte und weniger bekannte Antennenformen eröffnen. Dabei sollen folgende Themengebiete abgehandelt werden: Stehwellen und Mantelwellen, die G5RV und ZS6BKW, Vertikalstrahler mit Erdnetz, Vertikalstrahler hochgesetzt über Grund, der HB9RU-Stimmgabelbeam, die Bazooka – eine Wunderantenne?, HB9CV und 4-El.-Beam, Vergleich Quad und Yagi, Einfluss isolierter und nicht isolierter Drähte auf die Resonanz, gestockte Ganzwellenschleifen.

14–15.45 Uhr: Moderne Loopantennen, Helmut Bensch, DL4KCJ: Die Merkmale dazu sind eine Gegenüberstellung von Formeln und Praxis. 1. Kapazitive Kopplung statt induktive. Dadurch immer kräftige Kopplung und variable Anpassung über einen großen Bereich. 2. Asym. Betrieb, dadurch wird das E-Feld gegen Erde wirksam, denn die Strahlung folgt S = [E x H], deshalb auch wirksame Spiegelung der Loop im Erdreich. 3. Möglichst hohe Loopinduktivität also Multiloops, besonders im Bereich 40...160 m, weil magnetische Energie Wm = Induktivität × Loopstrom. 4. Elektronische Kopplung mit Impedanzwandler bzw. im Anodenkreis einer Röhren PA. 5. Es werden auch vergleichende  Modell-Messungen, GP < > Loop, vorgestellt. Zum Abschluss des Vortrages wird eine Bauanleitung für eine Mini-Doppelloop in Serien-p-Schaltung mit E-Strahler für das 20m-Band erläutert. Ein 16-seitiges Skript kann gegen einen kleinen Kostenbeitrag auf der Veranstaltung erworben werden.

Raum 2:

10–11 Uhr: Zugangsmöglichkeiten und Anwendungen mit Hamnet, Ralf Wilke, DH3WR: Im ersten Teil des Vortrags werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie ein Funkamateur ins Hamnet einsteigen kann. Dabei wird sowohl der Zugang über Internet mittels eines VPN-Tunnels gezeigt, als auch Funk-Hardware vorgestellt. Hinweise zur Konfiguration werden gegeben. Anschließen folgt eine Übersicht über die etablierten Anwendungen im Hamnet und eine praktische Vorführung ausgewählter Beispiele. Ziel ist es, dem Zuhörer einen Überblick der Nutzungsmöglichkeiten von Hamnet zu geben.

Im Anschluss: US-Lizenzprüfung in diesem Raum

15 Uhr: DMR-User Stammtisch, Wolfhard Eidenmüller, DO5WE: Gemeinsamer Austausch von Informationen über Technik und Betrieb rund um die digitale Betriebsart DMR sowie Einführungsvortrag zum Thema DMR

Raum 3:

10–11 Uhr: SDR – Übersicht und einführende Beispiele, Markus Heller, DL8RDS, und Prof. Michael Hartje, DK5HH: Software Defined Radio nimmt inzwischen alle Bereiche des Amateurfunk ein und fördert die Entwicklung flexibler und austauschbarer digitaler Übertragungsverfahren in erheblichem Umfang. Die Entwicklung hat seit längerem auf KW und zwischenzeitlich auch auf VHF/UHF Eingang in den Funkalltag gefunden. In diesem Beitrag geben die Initiatoren und Leiter der Sitzung der SDR-Academy von der HAM RADIO einen Einblick. Anhand von Beispielen soll verdeutlicht werden, was die Möglichkeiten und die Reizpunkte für eine intensive Auseinandersetzung mit dieser Technologie für den Funkamateur sein könnten. Ausgewählte Beispiele mit Rechner und einfacher Hardware sollen zu eigenen Experimenten anregen.

11.30 Uhr bis 12.30 Uhr: Workshop: SDR, Markus Heller, DL8RDS, und Prof. Michael Hartje, DK5HH: Im Workshop sollen mitgebrachte SDR-Systeme (Funcube, RTL-Dongle, SDRPlay o.ä.) auf den eigenen mitgebrachten Computer mit einfachen Beispielen mit Gnuradio genutzt werden, um einen Mehrfrequenzempfänger aufzubauen. Dazu sollte der Computer / Laptop mit einer Gnuradio-LiveCD (ggf. auf USBStick) als Linuxsystem betrieben werden. Diese ist zu finden unter: https://gnuradio.org/redmine/projects/gnuradio/wiki/GNURadioLiveDVD.

13–14 Uhr: Berge, Inseln und Amateurfunk mit Familie, Emil Kostadinov, DL8JJ: Viele Dinge im Leben lassen unsere Herzen höher schlagen: Die Familie, Kinder, die uns mit ihren strahlenden Augen immer wieder Freude bereiten, die Arbeit, die uns mit allen ihren Höhen und Tiefen im Alltag bewegt und uns immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Und nicht zuletzt unser schönes Hobby: Die Faszination Funken und bei mir noch ein weiteres – das Klettern und das Bergsteigen. Unser Favorit: Inselurlaub als DXpedition, Zusammensein, Klettern, keine Übernachtungen in Hotels, sondern draußen wild campieren oder im Mietwagen übernachten. Wo es sich traumhaft funken lässt, kann man auch traumhaft übernachten – im Freien an schönen kleinen Buchten oder ganz hoch in den Bergen auf einem passenden Hügel … Von Erfahrungen und der Faszination, von unserem Hobby – das Funken, die Technik, die Taktik, von Tipps und Tricks beim Wildcampen mit der Familie, von zahlreichen lustigen und unvergesslichen Situationen auf unseren Reisen wird Ihnen DL8JJ gerne erzählen. Lassen Sie sich überraschen von atemberaubenden und spannenden Augenblicken, mit vielen Bildern und Videos von Pile-Ups, Biwaks, von der Natur und vom Klettern.

14.30–15.45 Uhr: 2,5 Mio. Menschen können sich nicht irren – Amateurfunkbegegnungen im Ausland, Stefan Hüpper, DH5FFL: Multimedia-Vortrag mit Fotos und Ausschnitten aus Reise-Dokumentarfilmen über eigene Besuche bei Funkamateuren im fernen Ausland. Weiterhin Tipps für erprobtes HF-Equipment vom Antennendraht bis zur Batterieklemme und dessen Transport im Rucksack/Reisetasche bei Flugfernreisen. Bitte einsteigen, anschnallen und mitfliegen – wir starten!