Seefunk

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Beschreibung

Vor 100 Jahren begann der Seefunk mit der Übermittlung von Telegrammen vom Festland zu Schiffen auf hoher See und umgekehrt.

Der weltweite Handel und die Erhöhung der Sicherheit auf See wären ohne die stetige Fortentwicklung der Seefunktechnik im 20. Jahrhundert nicht möglich gewesen. Inzwischen hat der Seefunk seinen Zenit überschritten. Große Küstenfunkstellen wie "Norddeich Radio", "Rügen Radio" oder "Portishead Radio" haben den Funkbetrieb eingestellt. Das Verkehrsaufkommen mit gemorsten Telegrammen und handvermittelten Telefongesprächen vom Schiff zum Land und umgekehrt wurde immer geringer. Der Aufbau des weltweiten INMARSAT-Satellitensystems hat die störanfällige urzwellenkommunikation abgelöst. Die seit dem Untergang des Passagierdampfers "Titanic" im Jahr 1912 eingeführte ständige Hörbereitschaft auf den Notrufkanälen 500 kHz und 2182 kHz wurde aufgehoben und durch digitale Systeme wie "Digital Selectiv Calling - DSC" und "Global Maritime Distress and Safety System - GMDSS" ersetzt. Den Seefunk gibt es aber noch.

Nautische Warnungen und Wetterberichte werden über das NAVTEX-System auf 490 und 518 kHz ausgestrahlt. Dieses Netz wird weltweit kontinuierlich erweitert. Und auch die klassische Ship-to-Shore-Kommunikation, in Küstennähe auf den UKW-Sprechfunkkanälen, auf hoher See auf Grenz- und Kurzwelle ist in vielen Regionen immer noch anzutreffen. Den neuen technischen Möglichkeiten ist es zu verdanken, dass in den vergangenen Jahren neue Küstenfunkstellen und Funknetze aufgebaut wurden, die es selbst den Eignern kleiner Segelyachten oder Fischereifahrzeugen ermöglicht, Wetterkarten und Seewarnnachrichten zu empfangen und private Kommunikation zu betreiben.

Dieses Buch gibt einen Überblick über die Entwicklung des Seefunks und die heute verwendeten Systeme. In der umfangreichen Frequenzliste werden alle zivilen und militärischen Küstenfunkstellen und Funknetze genannt.

Autor: Michael Marten
488 Seiten